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Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V.
Die vier Ziele des Traumaregisters sind:
1. Verbesserung der Qualität der Versorgung Schwerverletzter
2. Qualitätssicherung
3. "Leitlinien" zu Behandlungsstrategien und -ergebnissen
4. Aktive Beteiligung möglichst vieler Kliniken
Verbesserung der Qualität der Versorgung Schwerverletzter: Das Hauptziel des Traumaregisters ist die bessere Versorgung schwerverletzter Patienten. Dabei wird zunächst auf breiter Basis die derzeitige Versorgungsqualität dokumentiert. Durch Analyse der Ergebnisse sollen Schwachstellen identifiziert und Leitlinien erarbeitet und umgesetzt werden. Dies ermöglicht die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems.
Qualitätssicherung: Das Gesundheitsstrukturgesetz schreibt verbindlich eine externe Qualitätssicherung für Krankenhäuser vor. Das Traumaregister ermöglicht Ihnen, mit angemessenem Aufwand diese Qualitätssicherung in einem komplexen Bereich der Chirurgie bzw. Unfallchirurgie umzusetzen. Die Infrastruktur für die Dokumentation, die Datenverwaltung und Datenauswertung wird durch die Arbeitsgemeinschaft Polytrauma der DGU zur Verfügung gestellt. Dieses Konzept wurde von Unfallchirurgen entwickelt und versucht einen praktikablen Weg der Qualitätssicherung aufzuzeigen.
"Leitlinien" zu Behandlungsstrategien
und -ergebnissen: An diesen Leitlinien kann sich jede
interessierte Klinik orientieren (Qualitätskontrolle).
Sollten dabei Abweichungen von der Norm resultieren, können auf der Grundlage einer
Ursachenanalyse Änderungen diskutiert und implementiert werden (Qualitätsmanagement).
Aktive Beteiligung möglichst vieler Kliniken:
Die Arbeitsgemeinschaft "Polytrauma" der DGU bittet möglichst viele
Kliniken, die mit der Versorgung schwerverletzter Patienten betraut sind, aktiv
am zentralen Traumaregister teilzunehmen.
Wichtig ist, dass die beteiligten Kliniken ihre Teilnahme nicht als externe Kontrolle
mit dem erhobenen Zeigefinger verstehen, sondern in ihr erstmals die
Möglichkeit sehen in einem der komplexesten Bereiche der Unfallchirurgie, der
Versorgung Schwerverletzter, eine Qualitätssicherung zu implementieren.
Die Struktur:
Das Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
stellt eine standardisierte Erfassung schwerverletzter Patienten vom Unfallort
bis zur Klinikentlassung dar. Die Versorgung eines Schwerverletzten wird prospektiv
zu vier definierten Zeitpunkten dokumentiert.
Jeder Patient, der über den Schockraum einer Klinik aufgenommen wird und
intensivpflichtig ist, soll mit dem Traumaregister erfasst werden. Im Rahmen der
Dokumentation werden national und international gängige Scores berechnet. Alle
erfassten Parameter sind in einem speziellen Manual beschrieben.
Die teilnehmenden Kliniken des Traumaregisters erfassen die Daten online in einer zentralen Datenbank. Die Datensicherheit ist durch anonymisierte Erfassung der Patienten-Daten gewährleistet. Die klinikspezifischen Auswertungen erfolgen ebenfalls anonymisiert. Jede teilnehmende Klinik erhält jährlich einen standardisierten Bericht über die Daten der von ihr behandelten Patienten im Vergleich zur Gesamtpopulation des Traumaregisters. Mit dem Traumaregister ist ebenfalls die externen Qualitätssicherung im TraumaNetzwerk möglich, ohne zusätzliche Daten erfassen zu müssen.
Haben Sie Interesse mit Ihrer Klinik teilzunehmen ?
Weitere Informationen erhalten Sie unter "Teilnahme".
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